Superreiche fair besteuern
Österreich muss sparen. Aber was die Regierung macht, ist unfair: Sie kürzt bei Familien, Kindern und Pensionist:innen. Für dich werden Gebühren und Öffi-Tickets teurer. Aber die Superreichen, die zig Millionen erben, zahlen dafür nichts. Wie kann das sein?
Eigentlich klingt’s ganz einfach: Wer stärker ist, kann mehr tragen. Wer sehr reich ist, kann der Gesellschaft mehr zurückgeben. In den meisten Ländern gibt es längst eine Steuer für Superreiche. In Südkorea z.B. hat der Staat rund 9 Milliarden Euro durch eine einzige Erbschaft von Samsung eingenommen. Damit konnten z. B. Schulen gebaut oder Steuern für den Mittelstand gesenkt werden.
Aber wie ist das in Österreich? Wer zahlt hier die meisten Steuern und wofür?
- Du arbeitest hart und verdienst 2.000 Euro im Monat. Zahlst du für dein Einkommen Steuern? Ja.
- Du zahlst im Monat über 1.000 Euro für Miete und Strom. Fallen dafür Steuern an? Ja.
- Jemand erbt einfach so 50 Millionen Euro. Zahlen Superreiche dafür Steuern? Nein!
Findest du das fair? Wir Grüne nicht. Deshalb sagen wir: Superreiche fair besteuern.
Laut aktuellen Informationen (Stand 2025/2026) gibt es in Vorarlberg neun Personen oder Familien, die zu den 100 reichsten Österreicher:innen zählen. Zusammen verfügen sie über ein Vermögen von über 16 Milliarden Euro, berichete vol.at 2025. Darunter sind amtsbekannte Namen wie Geiger, Blum, Meusburger, Drexel oder Lehner.
Unser vorgeschlagenes Modell ist einfach und fair: Es nimmt Erbschaften bis zu einer Million komplett aus (Freibetrag), sorgt aber dafür, dass Superreiche einen fairen Beitrag für alle zahlen. Je höher das geerbte Vermögen, desto höher soll die Steuer sein. Wer zig Millionen hat, kann schließlich auch einen größeren Beitrag leisten. Wer einen kleinen Geldbetrag oder das Eigenheim der Familie erbt – oder einen Bauernhof bzw. den kleinen Familienbetrieb übernimmt – wäre ausgenommen.
Wenn du dich gemeinsam mit uns für mehr Gerechtigkeit einsetzen willst, dann unterschreib unsere Petition HIER.
Wer soll von der Steuer ausgenommen sein?
Wir wollen einen Freibetrag für Erbschaften bis 1 Million Euro. Für ein geerbtes Haus, in dem der Hauptwohnsitz gemeldet ist oder rasch begründet wird, soll dieser Freibetrag 1,5 Millionen Euro betragen. So steht fest: Wer das kleine Vermögen erbt, für das die Eltern ihr Leben lang hart gearbeitet haben, muss dafür keine Steuer zahlen.
Was ist, wenn ich den Familienbetrieb oder Bauernhof meiner Eltern übernehme und weiterführen will?
Für uns ist völlig klar: Wenn ein Bauernhof oder ein kleiner Familienbetrieb von der nächsten Generation weitergeführt wird, soll es natürlich auch Ausnahmen geben, wie etwa in Deutschland. Schließlich ist der Installateur ums Eck nicht das Gleiche wie ein Milliardenkonzern in den Händen der reichsten Familien im Land.
Wie hoch soll die Steuer sein?
Ein faires Modell bedeutet für uns: Je höher das geerbte Vermögen ist, desto höher soll auch der geleistete Beitrag sein. Unser Vorschlag ist: 0 % Steuer für Erbschaften bis 1 Million Euro, 25 % auf den Anteil zwischen 1 bis 5 Millionen Euro, 30 % auf den Anteil zwischen 5 und 10 Millionen Euro und 35 % für den Teil ab 10 Millionen Euro. Das bedeutet konkret: Wer 1,1 Millionen Euro erbt, zahlt die Steuer nur für die 100.000 Euro über dem Freibetrag von 1 Million Euro, das wären 25.000 Euro.
Was würde eine Erbschaftssteuer bringen?
Nach Schätzungen würde der Staat durch eine faire Besteuerung von Erbschaften der Superreichen jedes Jahr mindestens 1,5 Milliarden Euro einnehmen. Wieviel der Staat genau einnimmt, hängt natürlich davon ab, wann welche Erbschaften anfallen. So oder so ist es viel Geld, das der Staat dringend braucht.
Wofür sollen die Einnahmen verwendet werden?
Wir wollen mehr Gerechtigkeit in unserem Land. Wenn Superreiche endlich fair besteuert werden, können die Steuern für Menschen gesenkt werden, die hart für ihr Einkommen arbeiten müssen und denen zu wenig von diesem Geld in der Tasche bleibt. Außerdem können davon Kindergärten, öffentlicher Verkehr und viele andere wichtige Dinge finanziert werden, von denen wir alle etwas haben.

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