Schulgasse endlich fertig bauen!

Schulgasse endlich fertig bauen!
So könnte die Schulgasse gestaltet werden. Illustration: Gabi Harmtodt

Den Stadtraum gestalten - trotz ewiger Baustelle!

Langsam aber sicher ändert sich das Bild der Dornbirner Innenstadt. Verkehrsberuhigung und die schöne Gestaltung von öffentlichen Plätzen bringen viele Menschen ins Zentrum. Zuletzt hat die Marktstraße eine Aufwertung erfahren.

In einer Parallelstraße dazu, in der Schulgasse, quält uns seit vielen Jahren eine ewige Baustelle, die der Verwirklichung der Fußgängerzone im Weg steht. Während der nördlichste Teil der Schulgasse als Fußgängerzone mit Granitpflasterung als Teil des Marktes gestaltet ist, schaut es südlich davon zwischen dem Stadtmarkt und dem Supermarkt Sutterlüty heruntergekommen und provisorisch aus.

Dabei gibt es für diesen Straßenabschnitt einen schönen Beschluss des Stadtrates vom 7. Mai 2013 (!):

„Die Schulgasse wird im Abschnitt zwischen Mozartstraße und Annagasse zur Begegnungszone erklärt. Je nach Entwicklung des Quartiers und der privaten Bauprojekte kann in Teilen dieses Abschnitts später eine Fußgängerzone eingerichtet werden.“

Laut diesem Beschluss müssten wir seit zwölf Jahren 205 Meter Begegnungszone mehr haben.

Beschluss des Stadtrats vom 7.5.2013

Allerdings verzögerten unklare Pläne des privaten Eigentümers von Stadtmarkt und ehemaligem PSK-Gebäude, dem übrigens auch die Gehsteige in diesem Abschnitt der Schulgasse gehören, die sofortige Umsetzung des Beschlusses. Es gab Ideen zu riesigen Tiefgaragen bis in den Hof des Gymnasiums, es gab auch die Vorstellung des Bauherrn, dass er seine Tiefgaragen verbinden und mehr unterirdische Stellplätze bauen könnte. Er hätte von der Stadt auch das Unterbauungsrecht für die Schulgasse erhalten (die Fahrbahn selbst gehört der Stadt). Doch es kam nie zu einem Vertragsabschluss.

Doch 2019 wurde ein Gestaltungsplan erstellt - mit Fußgängerzone bis zur Realschulstraße!

Im Auftrag der Stadtplanungsabteilung: Gestaltungsplan des Büros LAAC

Aus Sicht der Dornbirner Grünen hätten die Interessen der Allgemeinheit nach so vielen Jahren geduldiger Verhandlungen irgendwann priorisiert und zumindest die beschlossene Begegnungszone verordnet werden müssen – mit provisorischer Gestaltung.

Das wäre die Voraussetzung dafür, dass der Schulbezirk endlich eine verkehrsberuhigte Zone werden kann. In einer solchen Situation darf schon einmal eine Abwägung stattfinden, ob nicht das Interesse der Kinder in Dornbirn an einem sicheren Schulweg stärker zu gewichten ist als das Recht eines Grundeigentümers, ein Jahrzehnt lang eine Baustelle zu betreiben. Die Stadt hätte durchaus das eine oder andere sanfte Druckmittel, um endlich ihre Straße attraktiv für die Bevölkerung gestalten zu können.

Aufwändige Verhandlungen und Vermittlungsversuche hat es gegeben. Es wurden Angebote gemacht, Ideen geboren und verworfen. Die Gespräche führten nicht zum Erfolg, auch gerichtliche Auseinandersetzungen mit Nachbarn haben uns nicht weiter gebracht.

Längst ist es Zeit zu handeln. Der Eigentümer der beiden Gebäude beidseitig der Schulgasse würde von einer attraktiven Gestaltung der Schulgasse selbst am meisten profitieren und Dornbirn wäre um einen Stadtraum reicher, wo sich die Menschen gerne aufhalten und wo die Kinder und Jugendlichen sicher unterwegs sein können.

Wir wollen den Prozess wieder in Gang und zum Abschluss bringen. Zwei Wege bieten sich dafür an:

Unterschreiben wir die Petition an den Eigentümer der Baustelle.

In den städtischen Gremien urgieren wir die Umsetzung der Beschlüsse.