Grün wirkt in Dornbirn!
Was uns im Verlauf des Jahres 2025 geglückt ist und wo wir dran bleiben müssen.
Taktverdichtung im Busverkehr
Auf den meist frequentierten Strecken haben wir jetzt "großstädtische" Verhältnisse: 10-Minuten-Takt gibt es auf den Hauptlinien:
- Dornbirn - Hohenems
- Dornbirn - Lustenau
- Dornbirn - Hofsteig
- Dornbirn - Hohe Brücke
Das bedeutet, dass zwischen Bahnhof und Sägerbrücke die Stadt- und Landbusse im 5-Minuten-Takt fahren.
Taktverdichtungen kosten Geld, wir können uns diese dichten Takte deshalb leisten, weil die Busse im Betrieb günstiger geworden sind. Warum? Weil mittlerweile 92% der Stadtbusse elektrisch unterwegs sind und 67% der Landbusse.
Gesamtverkehrskonzept mit Verbesserungen für Fußgänger- und Fahrradverkehr
Im Stadtplanungsausschuss gab es eine Einigung auf Ziele für die Verkehrsplanung:

Daraus wurden Handlungsfelder und Maßnahmen abgeleitet, die mehr Raum für den "Aktivverkehr" geben, zur Verkehrsberuhigung in den Wohngebieten führen sollen und die Gestaltung verkehrsberuhigter oder verkehrsfreier Begegnungs- und Aufenthaltsräume fördern.
Jetzt geht es darum, in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren Beschlüsse auf den Boden zu bringen und die vielen Verbesserungsvorschläge im Konzept umzusetzen.
Moosmahdstraße neu
Ein wichtiger Straßenumbau ist bereits beschlossen und wird ab 2026 umgesetzt. Bisher war die Moosmahdstraße eine Abkürzung für eiligen Autoverkehr zwischen zwei Landesstraßen. Nach dem Umbau wird sie sich zu einer schönen, innerstädtischen Verbindung für Rad- und Fußverkehr und für Geschäfte entwickeln.
Notwendig wird der Umbau durch den Kanal, der dringend erneuert werden muss. Das bietet die Möglichkeit, für einen zeitgemäße Gestaltung:
- niedrigeres Tempo (30 km/h)
- keine Ampeln mehr sondern angehobene Kreuzungen
- breitere Gehsteige
- sickerfähige Parkflächen auch auf privatem Grund
- mehr Bäume, Schwammstadtprinzip
All das wird die Moosmahdstraße samt ihrer Verlängerung in die Steggasse zu einem angenehmeren Straßenraum machen, wo zu Fuß Gehen und Radfahren angenehmer werden, wo Bäume Schatten spenden und in ihrem Wurzelraum viel Regenwasser aufnehmen können, das nicht mehr über den Kanal in die Kläranlage kommt.

Die Straße wird durch das geringere Tempo sicherer werden, mehr Menschen werden sie zu Fuß und mit dem Fahrrad nutzen. Das hilft den ansässigen Geschäften und bringt hoffentlich auch Neues.
Viele kleine Erfolge
Die Stadt fördert weiterhin das Klimaticket für Studierende. Wer auswärts eine Ausbildung macht, unter 26 ist und den Hauptwohnsitz in Dornbirn behält, bekommt einen Zuschuss von 450 Euro zum Klimaticket für junge Menschen, das ab 1.1.2026 leider bereits 1.050 975 Euro kostet.
Alle paar Jahre wird der Parktarif zeitgleich und mit den gleichen Sätzen wie in anderen Vorarlberger Städten angepasst. Das Ziel ist, dass eine Stunde parken gleich viel kostet wie ein Busticket. Parken ist mit 1,70 pro Stunde in den zentralen Bereichen zwar immer noch wesentlich günstiger, denn die Einzelfahrt in einer Zone kostet 2,-. Doch wir sind dem Ziel näher gekommen.
Endlich wird Vermögen verkauft (Grundstücke, Wohnungen), die wir als Stadt nicht benötigen. Die innahmen werden für den Ankauf von wichtigen Grundstücken und Gebäuden verwendet. Das bringt günstige Wohnungen auf den Markt und entlastet die Stadt von Verwaltungsaufgaben. Und natürlich hilft es auch dabei, notwendige Grundstücke (z.B. für die Volksschule Forach) ohne zusätzliche Kredite zu erwerben.
Die Unsitte, dass Architektenhonorare mit steigenden Baukosten ebenfalls steigen, hat endlich ein Ende. Auch im Rahmen von Wettbewerben für Bauwerke werden klare Kostenobergrenzen definiert. Erstaunlich, dass der Kampf für solche Selbstverständlichkeiten sich so zäh gestaltete. Hauptsache - wir haben es erreicht.
Endlich wird "Dornbirn aktuell" eingespart. Diese Hochglanzbroschüre kostete etwa 200.000 Euro im Jahr. Dafür wird es vier statt zwei Großausgaben des Gemeindeblatts geben, das ist günstiger und wirksamer. Das Gemeindeblatt wird überarbeitet und erscheint ab März in neuer Aufmachung und mit überarbeitetn Inseratentarifen, z.B. günstigere farbige Inserate geben.
Die Arena, nicht unbedingt ein bauliches Schmuckstück in unserer Stadt, wurde schöner:

Zur 25-Jahr-Feier der Arena organisierten wir einen Spray-Event. Das fertige Bild ist noch viel farbenfroher! Den Kindern hat es große Freude gemacht.
Jugendliche der Mittelschule Bergmannstraße waren ebenfalls kreativ unterwegs. Sie dachten sich auf Einladung der Umweltstadtätin Müllkübersprüche aus und klebten sie auf städtische Abfalleimer.
Bei den Abfalltarifen greift das Prinzip der "Volumensparität". Das heißt: Jeder Liter Abfall kostet künftig gleich viel - egal om im 40-Liter-Sack oder in der großen Tonne. Mengenrabatte werden abgeschafft. Es ist also lohnend, wenig Abfall zu produzieren.
Menschen mit Behinderungen können in Dornbirner Museen von einer Begleitperson mit gratis Eintritt begleitet werden.
Wir haben darauf bestanden, dass im Raumplanungsvertrag des Messeparks mit der Stadt ist ausdrücklich festgehalten ist, dass der Messepark für alle Kosten aufkommt, die durch Änderungen an der öffentlichen Infrastruktur (Stromnetz, Kanal, Straßen...) entstehen. Das erscheint zwar als selbstverständlich, doch kommt es oft vor, dass privat verursachte Kosten teilweise an öffentlichen Trägern hängen bleiben.
Wo wir nahe dran sind und dran bleiben müssen
Es gibt noch immer keine Schulstraßen, doch das beschlossene Gesamtverkehrskonzept sieht welche vor. Bislang wurden unsere Anträge für Schulstraßen abgelehnt.
Wildtierkorridore sind zwar in Fachgrundlagen des Landes eingezeichnet, z.B. in Dornbirn Nord. Sie waren schon Bedingung für Industriewidmungen, z.B. in Wallenmahd. Doch sind sie nicht durch raumplanerische Instrumente fixiert.
In Haselstauden fehlt noch immer ein schöner, öffentlicher Spielplatz. Ein Grundstück dafür hätte die Stadt neben der Mittelschule Haselstauden. Auch die Straßengestaltung der Landesstraße ist noch unklar.
Ausblick
Auch im Jahr 2026 wird es viel Arbeit geben. Wir werden uns um die Umsetzung des Gesamtverkehrskonzepts kümmern, wir werden darauf achten, dass Errungenschaften wie Kindergartensozialarbeit ausgebaut werden, und wir werden weiterhin sorgfältig auf eine sparsame Verwendung der öffentlichen Gelder achten. Dafür setzen sich etwa 30 ehrenamtliche grüne Mitglieder in Ausschüssen und in der Stadtvertretung ein. Sie studieren umfangreiche Unterlagen, sie setzen Initiativen durch Anfragen, Anträge und Vorschläge, sie verhandeln mit Mitgliedern der anderen Fraktionen.
Und sie berichten hier im Klartext über das Geschehen in der Stadt. Über das steigende Interesse freuen wir uns. Auch Besuche in der Sprechstunde der grünen Stadträtin, Anrufe und Mails mit Fragen, Lob und Kritik sind uns stets sehr willkommen.
Comments ()